FLYING CIRCUS
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Die Band Flying Circus wurde im Winter 1989/1990 in Grevenbroich gegründet und verbindet die Welten Hard Rock und Progressive Rock. Das Sextett hat bislang drei Alben veröffentlicht (Seasons 1997), Out of the Waste Land (2000) und Pomp (2004). Am 16.01. erscheint das vierte Album 'Forth'. Anlässlich des gleichzeitig stattfindenden Bandjubiläums erscheint das neue Album auch in einer Deluxe-Edition mit einer Bonus-CD, die Neueinspielungen bisher unveröffentlichter Frühwerke der Band enthält.


PORTRÄTS DER BANDMITGLIEDER:
Michael Dorp (Gesang)Lars Frik (Keyboards)Lorenz Gelius-Laudam (Gitarre)
Falco Kurtz (Schlagzeug) Michael Rick (Gitarre)Roger Weitz (Bass)

AUSFÜHRLICHE BANDGESCHICHTE


MICHAEL DORP

Instrument: Gesang

Geboren am: 16.11.1968

Die seiner Meinung nach besten Bands aller Zeiten: BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN, THE TEA PARTY, QUEEN, THE CULT

Aktuelle Playlist: KASABIAN - "The West Ryder Pauper Lunatic Asylum", MUSE - "The Resistance", PORCUPINE TREE - "The Incident", BLACK SABBATH - "Sabbath, Bloody Sabbath", JON LORD - "Sarabande"

Hält für die Besten seiner Zunft: Glenn Hughes, Robert Plant, Ian Astbury, Jeff Martin, Lisa Gerrard, Freddie Mercury, Paul Rodgers, Ozzy Osbourne, Geoff Tate, Skin, David Coverdale, Tony Martin, Annie Haslam, Brendan Perry

Ausbildung/Beruf: Hat Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Anglistik und Germanistik in Köln studiert und ist zur Zeit Redakteur bei einem Kölner Unternehmen im Bereich "neue Medien".


LARS FRIK

Instrument: Keyboards

Geboren am: 3.10.1970

Die seiner Meinung nach besten Bands aller Zeiten: TOTO, PINK FLOYD, ALAN PARSONS PROJECT, QUEEN

Aktuelle Playlist: MATHIAS GRASSOW - "Himalaya", BIOSPHERE - "Substrata", SAAFI BROTHERS - "Supernatural", MIKE OLDFIELD - "Voyager", TEARS FOR FEARS - "The Seeds of Love"

Hält für die Besten seiner Zunft: David Paich, Rick Wakeman, Brian Auger, Hiromi Uehara, Jordan Rudess, Vangelis

Ausbildung/Beruf: Studium Chemie, jetzt Datenbank-Entwickung in der IT


LORENZ GELIUS-LAUDAM

Instrument: Gitarre

Geboren am: 15.10.1968

Die seiner Meinung nach besten Bands aller Zeiten: LED ZEPPELIN, BLACK SABBATH, RUSH, QUEENSRYCHE, SPOCK'S BEARD

Aktuelle Playlist: RUSH - "A Farewell to Kings"
NEAL MORSE - "Testimony"
THE TEA PARTY - "Triptych"
JUANES - "Un Dia Normal"
DREAM THEATER - "Train of Thought"

Hält für die Besten seiner Zunft: Jimmy Page, Carlos Santana, Tony Iommi, Brian May, John Petrucci

Ausbildung/Beruf: Hat Energie- und Umweltschutztechnik in Jülich studiert und ist jetzt Lehrer an einer Realschule in Neuss).


FALCO KURTZ

Instrument: Schlagzeug

Geboren am: 24.Juli 1973

Die seiner Meinung nach besten Bands aller Zeiten: QUEEN, MANFRED MANN'S EARTH BAND, GENESIS, ALAN PARSON'S PROJECT, ALICE COOPER

Aktuelle Playlist: ALICE COOPER - "Along Came a Spider", JEFF WAYNE - "War of the Worlds", MANOWAR - "Battle Hymns", BRUCE SPRINGSTEEN - "Working on a Dream", U2 - "No Line on the Horizon"

Hält für die Besten seiner Zunft: Peter Behrens, Roger Taylor, Ringo Starr, Simon Philips, Bob C. Benberg

Ausbildung/Beruf: Hat Biologie in Marburg studiert und arbeitet dort zur Zeit als Geschäftsführer der Gaststätte "Auflauf".


MICHAEL RICK

Instrument: Gitarre

Geboren am: 26. November 1969

Die seiner Meinung nach besten Bands aller Zeiten: LED ZEPPELIN, SPOCK'S BEARD, RUSH, TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS, DEEP PURPLE

Aktuelle Playlist: ALABAMA3 - "Hits and Exit Wounds", FOO FIGHTERS - "Skin and Bones", GAMBRINUS - "Eyah!", THIRTY SECONDS TO MARS - "This Is War", KASABIAN - "The West Ryder Pauper Lunatic Asylum"

Hält für die Besten seiner Zunft: Jimmy Page, Paul Kossoff, Carlos Santana, David Gilmour, John Renbourn

Ausbildung/Beruf: Studium der Sozialpädagogik in Köln, zur Zeit Schul-Pädagoge an einer katholischen Hauptschule in Neuss.


ROGER WEITZ

Instrument: Bass

Geboren am: 10.Juli 1951

Die seiner Meinung nach besten Bands aller Zeiten: GENTLE GIANT, MAHAVISHNU ORCHESTRA, GENESIS, WEATHER REPORT, FLAGEOLETT

Aktuelle Playlist: ELP - "Pictures at an Exhibition", MAHAVISHNU ORCHESTRA - "Apocalypse", MAHAVISHNU ORCHESTRA - "Visions of the Emerald Beyond", THE PINEAPPLE THIEF - "Tightly Unwound", EVANESCENCE - "Fallen"

Hält für die Besten seiner Zunft: Jaco Pastorius, Mark King, John Entwhistle

Ausbildung/Beruf: Ausbildung zum Heilerziehungspfleger in Mönchengladbach, seitdem Arbeit in der dort ansässigen Behinderteneinrichtung "Hephata", außerdem systemischer Berater für Familien & Organisationen


AUSFÜHRLICHE BANDGESCHICHTE

Als Gitarrist Michael Rick, Schlagzeuger Falco Kurtz und Sänger Michael Dorp Ende 1989 als gelangweilte Teenager in der rheinischen Kleinstadt Grevenbroich aufeinandertrafen, feierten Bands wie BON JOVI und die Kommerzversion einer ehemals recht guten Band namens WHITESNAKE gerade erstaunliche Chart-Erfolge. Klar, harte Rock-Musik wollte man zwar auch machen, aber nicht so wie diese 'Poser'. Post-pubertäres Bedürfnis, sich vom Mainstream abzugrenzen, hatte alle drei in musikalische Richtungen geführt, die gerade ziemlich out waren: Falco Kurtz hatte sich die alten GENESIS- und MANFRED MANN'S EARTH BAND-Platten seines großen Bruders unter den Nagel gerissen, das Zimmer von Michael Dorp zierten Poster von BLACK SABBATH und LED ZEPPELIN, und Michael Rick übte auf seiner Gitarre Stücke von fast vergessenen Bands wie FREE oder BLUE CHEER.

Gemeinsame Basis der drei war also ein offensichtliches Faible für die Sounds der 70er Jahre, und so ist es kaum verwunderlich, dass man erst einmal damit begann, Klassiker aus dieser Zeit nachzuspielen. Da die musikalische Erfahrung auf allen Seiten anfangs nicht gerade groß war, beschränkte man sich zunächst auf straighte Rockstücke, denen man aber alsbald erste eigene Kompositionen an die Seite stellte. Nach einiger Zeit des Kommens und Gehens verschiedener Mitmusiker fand man mit Harald Krause am Bass, Michael Nolte an den Keyboards/Backing Vocals und Markus Wasen an der zweiten Gitarre eine stablie erste Besetzung und stieg im Herbst 1990 zum ersten Mal als FLYING CIRCUS auf die Bühne. Damals realisierte man es kaum, doch schrieb der gewählte Name der damals hierzulande noch wenig bekannten, gleichnamigen 70er-Jahre-Comedy-Serie der britischen Komikertruppe MONTY PYTHON den bis heute gültigen Bezug zu der Zeit der Schlaghosen und Batik-T-Shirts endgültig fest.

Dass es fast ein Jahr dauerte, bis man sich das erste Mal in die Öffentlichkeit wagte, mag erstaunen, doch damals wie heute wollte die Band ihre Sache einfach gut machen. Abgesehen davon hatte sich die Geduld ausgezahlt: Ironischerweise hatten nämlich gerade die oben genannten kommerziellen End-80er-Bands mit ihren ungenierten, einfach in ein modernes Soundgewand gepackten LED ZEPPELIN-Anleihen den Boden für ein revitalisiertes Interesse an der Musik der 70er bereitet, und so nahm man den Sound von FLYING CIRCUS in der regionalen Musikszene mit offenen Armen auf.

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich FLYING CIRCUS zu einer ebenso gefragten wie erfahrenen Live-Band, die es jedoch mit der Zeit langsam leid wurde, die immer gleichen Stücke auf Parties zum besten zu geben. Nummern wie 'Smoke on the Water', 'All Right Now' oder 'Born To Be Wild' kommen zwar irgendwie immer ganz gut an, stellen jedoch nach ungefähr anderthalb Mal Spielen nicht mehr gerade eine große Herausforderung dar, und so versuchte man bewusst, Pfade zu beschreiten, die noch nicht so ausgetreten waren:

Michael Rick öffnete mit seinem wachsenden Interesse an der akustischen Gitarre und Erfahrungen als Gastmusiker in einem Folk-Projekt für FLYING CIRCUS erstmals Türen auch in andere Richtungen als die des klassischen Hard Rocks, die Texte von Michael Dorp entfernten sich unter dem wachsenden Einfluss so verschiedener Lyriker wie Blake, Coleridge und T.S. Eliot immer mehr von den üblichen Rock'n'Roll-Lyrics, und mit Markus Erren konnte man 1994 einen Bassisten verpflichten, der mit seinem fanatischen Interesse an progressiver Rockmusik für die Band zu einer Art Katalysator auf dem Weg in die Richtung wurde, die sie verfolgen wollte.

Nach den Zeit-bedingten Ausstiegen der Originalmitglieder Michael Nolte und Markus Wasen kehrte Ur-Bassist Harald Krause zu dieser Zeit nach einer kurzen Phase außerhalb der Band als Keyboarder zu FLYING CIRCUS zurück, und sein zwischenzeitlicher Nachfolger am Bass, Lorenz Gelius-Laudam, rückte an die Gitarre. Mit diesem Lineup entwickelte man schließlich den größten Teil der Stücke, die dann Ende 1997 auf FLYING CIRCUS' Debüt-CD "Seasons" erschienen. Die nach wie vor vorhandenen, mitreißenden Heavy-Parts werden hier immer wieder durch psychedelische Klanggemälde oder lyrisch-folkige Parts ergänzt und schaffen so, eingebunden in teilweise recht komplexe Arrangements eine ganz eigene Mischung aus Hard- und Progressive Rock, was visuell durch die im CD-Booklet verwendeten, phantasievollen Bilder von Gitarrist Lorenz Gelius-Laudam ideal ergänzt und abgerundet wird.

Bei all ihrem Facettenreichtum repräsentierte die erste CD jedoch keineswegs den Endpunkt der Entwicklung von FLYING CIRCUS. Allein durch den Umstand, dass Keyboarder Harald Krause noch während der Aufnahmen zu "Seasons" aus Zeitgründen seinen erneuten Abschied von der Band erklärte und durch Mitproduzent Roger Weitz ersetzt wurde, ergaben sich weitere Veränderungen: Durch Weitz' langjährige Erfahrung auch in Bands aus dem Jazz-Rock-Bereich wurden die Stücke vor allem arrangementmäßig noch sehr viel dichter. So verschmolzen die beiden Pole, zwischen denen sich die Band bis heute bewegt, auf der CD "Out of the Waste Land" noch ein gutes Stück mehr als zuvor. Sänger Michael Dorp damals: "Die neuen Songs, die gemeinsam mit Roger entstanden sind, sind in keinem Moment mehr ENTWEDER Hard Rock ODER Progressive, sondern stets beides zugleich. Ich denke, wir nähern uns damit einer noch perfekteren Umsetzung der Vision, die wir jetzt schon seit längerer Zeit verfolgen und mittlerweile einfach immer konkreter fassen können."

In der Tat: Mit einem derart klaren Ziel vor Augen und der über die Jahre immer weiter zusammengewachsenen, überaus stabilen Bandbesetzung gelang es FLYING CIRCUS, selbst größte Schwierigkeiten zu überwinden: Obwohl Schlagzeuger Falco Kurtz und Bassist Markus Erren während der Aufnahmen zur dritten CD beide ihren Studienabschluss zu bewältigen hatten, letzterer überdies noch beruflich für eine Weile nach Los Angeles ging und das Early-Birds-Label seine Aktivitäten einstellen musste, konnte man mit dem vollständig selbstproduzierten "Pomp" ein Album vorlegen, das den hohen Standard von "Out of the Waste Land" noch einmal übertraf. Mit dem Song "Carpe Noctem" gelangte man beim "Deutschen Rock- und Pop-Preis 2004" sogar unter die besten acht "Song-Acts" des Jahres, und heimste mit "Pomp" wie schon beim Vorgänger-Album "Out of the Waste Land" durchweg gute, bisweilen begeisterte Kritiken und viel Lob seitens der Fans ein.

Ende 2005 fand dann der erste Besetzungswechsel seit 1997 bei FLYING CIRCUS statt. Bassist Markus Erren, der mehr als 10 Jahre die Geschicke der Band als einer ihrer Hauptsongwriter entscheidend mitbestimmt hatte, musste seinen Abschied erklären, als ein ursprünglich temporär gedachter beruflicher Aufenthalt in Los Angeles zu einer langfristig angelegten Sache wurde. Eine Lösung war jedoch für den FLYING CIRCUS schnell gefunden: Roger Weitz, bis dahin Keyboarder der Band, wechselte an sein eigentliches Lieblingsinstrument, den Bass, und machte damit an den Tasten den Weg für Lars Frik frei, der die Band schon bei verschiedenen Gelegenheiten unterstützt hatte, wenn Markus in den USA war.

Der Tatsache, dass sich die Band erneut gegen alle Widrigkeiten entschloss, weiter Musik zu machen und neue Songs zu schreiben, wurde mit dem doppeldeutigen Titel des vierten Albums, "Forth" ('vorwärts', 'weiter' aber phonetisch natürlich identisch mit dem Engischen 'fourth'), Rechnung getragen. Da während der Arbeiten an dem neuen Album das 20-jährige Bandbestehen immer näher rückte, beschloss die aktuelle FLYING-CIRCUS-Besetzung, zusätzlich zum neuen Album gemeinsam mit den Ex-Mitgliedern der Band auch alle Kompositionen aus den ersten Tagen, die es nie auf ein Album geschafft hatten und nur auf uralten Demo-Cassetten und Live-Bootlegs erhältlich waren, neu einzuspielen. Diese 13 Songs wurden unter dem nahe liegenden Titel "Back" einer speziellen Jubliäums-Version des Anfang 2010 veröffentlichten neuen Albums im luxuriösen Pappschuber als Bonus-CD beigelegt, so dass nun das gesamte bisherige Schaffen der Band auf CD vorliegt.


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